shareribs.com - Washington 24.03.2025 - Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen in US-Rohstoffen zuletzt leicht ausgeweitet. Ein Anstieg war bei Gold zu verzeichnen. Bei Rohöl gingen die Long-Positionen zurück.  
 
Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben spekulative Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen in zwölf in den USA gehandelten Rohstoffen in der Woche bis zum 18. März um acht Prozent auf 424.520 Kontrakte ausgeweitet. Die Long-Positionen in Kupfer und auch in Gold sind zuletzt deutlich gestiegen.  
 
Die Ölpreise haben die vergangene Woche über der Marke von 3.000 USD geschlossen. Auf Wochensicht kletterten die Preise um knapp zwei Prozent. Das gelbe Edelmetall wird von den anhaltenden Sorgen der Marktteilnehmer um die US-Konjunktur aufgrund der Zollpolitik von Donald Trump belastet. Die US-Notenbank ließ den Leitzins in der vergangenen Woche erwartungsgemäß unverändert. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass an den Plänen für zwei Zinssenkungen in diesem Jahr festgehalten wird. Der erste Zinsschritt soll laut Fed-Watch Tool im Juni erfolgen. Fed-Chef Powell machte unterdessen deutlich, dass es erhebliche Unsicherheiten für die Konjunktur gebe, insbesondere wegen der Zollpolitik von Trump. Am 2. April will die US-Regierung Gegenzölle gegen den Rest der Welt einführen.  
 
Analysten haben darauf hingewiesen, dass Rücksetzer bei Gold eine Einstiegsgelegenheit darstellen.  
 
Die Netto-Longpositionen in Gold stiegen um zehn Prozent auf 200.157 Kontrakte, während die Netto-Longs in Silber um 17,5 Prozent auf 49.645 Kontrakte zulegten. Bei Platin wurden die Netto-Longs nahezu verfünffacht - auf 14.849 Kontrakte. Die Netto-Shorts in Palladium gingen leicht auf 11.582 Kontrakte zurück.  
 
Die Netto-Longpositionen in Gold wurden um 16 Prozent auf 96.513 Kontrakte zurückgenommen. Die Ölpreise konnten sich zuletzt erholen, was insbesondere auf die jüngste Verschärfung der geopolitischen Spannungen zurückzuführen ist. In der Vorwoche hatten die OPEC, die IEA und auch die EIA ihre Prognosen für die Ölnachfrage in diesem Jahr nach unten korrigiert. China kündigte unterdessen an, die Konjunktur stärker stützen zu wollen, ließ aber offen, wie dies finanziert werden soll. Einige OPEC-Staaten haben sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, die Fördermengen ab April zu reduzieren, während die OPEC+-Staaten, zu denen auch Russland gehört, die Produktion ab April erhöhen wollen. Ökonomen rechnen für dieses Jahr mit einem deutlichen Überschuss auf dem Ölmarkt.  
 
Der Kupferpreis bewegt sich knapp unterhalb der Marke von 10.000 USD, erreichte aber zeitweise ein Fünfmonatshoch von 10.046 USD. In den USA ist die Nachfrage nach Kupfer derzeit hoch. Die Importeure rechnen mit neuen Zöllen, die ab dem 2. April in Kraft treten könnten. Dies führt zu Vorzieheffekten, die den Preis nach oben treiben. In Peru stieg die Kupferproduktion im Januar um sieben Prozent auf 216.650 Kontrakte. In Kupfer kletterten die Netto-Longpositionen um 64 Prozent auf 22.403 Kontrakte.  
 
Bei den Agrarrohstoffen war ein Rückgang der Netto-Longpositionen in Mais um 27 Prozent auf 107.270 Kontrakte zu verzeichnen. Die Netto-Shorts in Sojabohnen stiegen um 42 Prozent auf 22.005 Kontrakte. Die Netto-Shorts in Weizen wurden um vier Prozent auf 80.668 Kontrakte ausgeweitet.


Quelle: shareribs.com / CFTC