Umsatzrückgänge und Marktbedingungen

STMicro meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 3,32 Mrd. USD, was einem Rückgang von 22,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Gesamtjahr belief sich der Umsatz auf 13,27 Mrd. USD, ein Minus von 23,2%. Besonders das Industriesegment (-41%) und die Automobilsparte (-20%) trugen zu diesem Rückgang bei. Dennoch konnte die Elektroniksparte mit einem leichten Anstieg von 1,8% einen kleinen Lichtblick bieten. Das Unternehmen begründete die schwachen Ergebnisse mit einer reduzierten Nachfrage und anhaltenden Inventurkorrekturen in Schlüsselmärkten wie Europa und den USA.

Profitabilität unter Druck

Die Margenentwicklung gibt ebenfalls Anlass zur Sorge: Die Bruttomarge sank auf 37,7%, während die operative Marge im vierten Quartal bei 11,1% lag. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden noch 47,9% und 19% erzielt. Für das Gesamtjahr weist STMicro ein Nettoergebnis von 1,56 Mrd. USD aus, deutlich unter den Erwartungen. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, hat das Unternehmen ein Restrukturierungsprogramm gestartet, das Kosteneinsparungen von bis zu 360 Mio. USD bis 2027 anstrebt.

Investitionen in Wachstumsfelder

Trotz der aktuellen Herausforderungen setzt STMicro auf Innovation und den Ausbau strategischer Technologien. Der Fokus liegt insbesondere auf Siliziumkarbid-Produkten und Hochleistungs-Mikrocontrollern. Der neue Campus in Catania soll die Produktionskapazitäten im Bereich Siliziumkarbid signifikant erhöhen, was entscheidend für die Marktführerschaft im Bereich erneuerbarer Energien und Elektrofahrzeuge sein könnte.

Community-Stimmung: Geduld gefragt

Innerhalb der Anleger-Community herrscht ein differenziertes Bild. Einige sehen die aktuellen Kurse als attraktive Einstiegsmöglichkeit, während andere auf kurzfristige Rückschläge verweisen. Besonders die Investitionen in Siliziumkarbid und erneuerbare Energien gelten als potenzielle Wachstumstreiber, die langfristig Früchte tragen könnten.

Ausblick und Perspektiven

Für das erste Quartal 2025 prognostiziert STMicro einen weiteren Umsatzrückgang auf 2,51 Mrd. USD und eine Bruttomarge von 33,8%. Diese Zahlen spiegeln die Unsicherheiten auf den globalen Märkten wider, aber auch das Potenzial für eine Erholung, wenn die Investitionen Früchte tragen. Analysten betonen, dass die kommenden Quartale entscheidend sein werden, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und die Profitabilität zu stabilisieren.