Palantir im Abwärtsstrudel: Insider-Verkäufe und drohende Pentagon-Kürzungen setzen Aktie unter Druck

Milliardenverkäufe der Gründer verstärken Kursverluste

Die Insider von Palantir Technologies Inc. setzen ihre Verkaufsserie fort: CEO Alex Karp und Mitgründer Peter Thiel haben angekündigt, Aktien im Gesamtwert von über 1,4 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Bereits 2024 hatten Führungskräfte und Aufsichtsratsmitglieder Anteile im Wert von über 4 Milliarden Dollar abgestoßen. Besonders Karp plant laut einem neuen Handelsplan, Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Dollar bis September 2025 zu veräußern.

Peter Thiel verkaufte im vergangenen Jahr rund ein Drittel seiner Anteile, was ihm einen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar einbrachte. Hätte er seine Positionen jedoch gehalten, wären diese mittlerweile 5,2 Milliarden Dollar wert. Trotz dieser massiven Verkäufe behalten die Gründer durch spezielle Gründeraktien weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen.

Kursrutsch nach Pentagon-Sparplänen

Die Palantir-Aktie, die seit der US-Wahl um beeindruckende 150 % gestiegen war, stürzte nach Berichten über geplante Kürzungen des US-Verteidigungshaushalts um 15 % in nur zwei Tagen ab. Die von Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigten Einsparungen von 8 % pro Jahr könnten den größten Kunden Palantirs empfindlich treffen. Regierungsaufträge machten 2024 fast 42 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus.

Besonders betroffen wäre das Geschäft mit der US-Regierung, das im vergangenen Jahr um 45 % auf 343 Millionen Dollar anstieg. Analysten warnen bereits vor weiteren Rückgängen, während Jefferies ein Kursziel von nur 60 Dollar ansetzt – ein deutlicher Absturz vom letzten Hoch bei 125 Dollar.

Bewertung auf Rekordhoch – Analysten bleiben skeptisch

Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 62 gilt Palantir als eine der teuersten Aktien im S&P 500. Während einige US-Banken wie Citigroup, Bank of America und Goldman Sachs die Aktie weiterhin zum Kauf empfehlen, bleiben andere Experten wie Brent Thill von Jefferies skeptisch. Die Kürzungen im Verteidigungsetat könnten das Wachstum außerhalb der USA zusätzlich belasten.

Trotz der Rückschläge bleibt Palantir ein bedeutender Akteur im Bereich der künstlichen Intelligenz – doch ob die Aktie ihr Rekordhoch wieder erreichen kann, bleibt fraglich.